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Knudelpups.

Auch mit Rheuma würde man zwischendurch gerne pro- oder rekreativen Aktivitäten nachgehen – sei es allein, zu zweit oder in einer Gruppe. Was nicht zuletzt wegen der Schmerzlinderung sinnvoll, aber nicht immer ganz einfach ist.

(Da ich nicht pornografisch werden will, verwende ich in diesem Artikel anstelle von expliziten Beschreibungen das Füllwort KNUDELPUPS, das sowohl für Organe als auch Aktionen stehen kann.)

Endorphine, Oxytocin und Adrenalin sind des Körpers Methode, Schmerz zu unterdrücken. Die Botenstoffgruppen werden in vergleichbaren Situationen ausgeschüttet, hier will ich mich aber auf Sex beschränken. Obwohl auch diskussionswürdig wäre, ob Geisterbahnen von der Krankenkasse erstattet werden sollten.

Sexuelle Betätigung schüttet sehr viele dieser Botenstoffe aus. Dabei ist es egal, ob man sich zu einem Porno-Film KNUDELPUPST oder von seinem Partner_in GEKNUDELPUPST wird. Je nachdem, wie sich die rheumatische Erkrankung ausprägt, kann es allerdings mehr oder weniger kompliziert werden, zu einem für alle Beteiligten befriedigenden Erlebnis zu kommen.

Hat Mann einen Gichtschub im Fuß, die Partner_in bevorzugt aber das KNUDELPUPSEN im Stehen, muss man umdisponieren. Ähnliches kann für andere Stellungen und Praktiken gelten. Abseits von temporären physiologischen Unmöglichkeiten kann auch die Medikation einen Einfluss haben: Manche Schmerzmittel verringern die Empfindlichkeit von KNUDELPUPS oder KNUDELPUPS, so dass andere Methoden der Stimulation wie Kopfspiele naheliegen.

Dem entgegengesetzt der Einfluss, den Morphine auf die Persönlichkeit haben können: Manche werden dermaßen „selbstsicher“, dass sie mit ihrem KNUDELPUPS einen Acker umpflügen könnten, während sie gleichzeitig einen ganzen Haufen Hemmungen verlieren. Keine gute Kombination für einvernehmlichen Geschlechtsverkehr. Andere machen heftige Schmerzmittel dermaßen desinteressiert, dass die stärkste psychische oder physische Stimulation keinerlei Wirkung mehr zeigt. Das kann für den Partner_in frustrierend sein.

Man muss sich also arrangieren. Sind alle Beteiligten spontan scharf genug, aber ein Körperteil schmerzt vor sich hin, kann man das einbauen. Wichtig ist so oder so, dass man mit einander redet und so erst abschätzen kann, was geht und was nicht.

Eigentlich nicht anders als beim nicht-rheumatischen KNUDELPUPSEN: Grenzen erkennen, sich gegebenenfalls absprechen, vielleicht ein Stopp-Wort vereinbaren. Das klingt ein bisserl nach BDSM, aber wenn wir schon bei Sex und Schmerz sind …

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